Was haben Pikachu und Dürers Feldhase gemeinsam?

Shownotes

Warum sammeln Menschen eigentlich? Und was haben seltene Pokémon, Panini-Sticker und weltberühmte Kunstwerke gemeinsam?

In dieser Folge besuchen wir die Ausstellung „Sammeln für die Zukunft“ in der ALBERTINA und gehen spannenden Fragen auf den Grund: Wer hat die Albertina gegründet? Warum heißt sie eigentlich so? Wie kam der berühmte Dürer-Hase ins Museum? Und warum sammeln Museen bis heute immer weiter?

Gemeinsam mit den ALBERTINA Kunstkindern Lucy, Yuki und Anton spricht Matthäus Bär über große Kunst, kleine Schätze und darüber, warum Sammeln viel mehr ist als nur ein Hobby.

Zu Gast ist Christof Metzger, Kurator der ALBERTINA, der erzählt, wie aus der privaten Leidenschaft eines Ehepaars eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt wurde.

🎨 Für neugierige Kinder (und ihre Erwachsenen) ab etwa 7 Jahren.

Mehr zur Ausstellung „Sammeln für die Zukunft“ und zur ALBERTINA findet ihr unter: https://www.albertina.at

Transkript anzeigen

00:00:11: Hallo und herzlich willkommen.

00:00:13: Mein Name ist Matthäus Beer, heute geht es hier um die Ausstellung Sammeln für die Zukunft in der Albertina in Wien.

00:00:21: Ich glaube nämlich es ist dringend an der Zeit dass wir uns endlich mal über die Albertiner selbst unterhalten.

00:00:28: Wozu gibt es dieses Museum?

00:00:29: Wer hat es gegründet und warum heißt das überhaupt ausgerechnet Albertina?

00:00:35: Zur Klärung dieser brennenden Fragen habe ich natürlich wieder Unterstützung angefordert, und zwar niemand geringeren als die weltberühmten

00:00:43: Alpertina

00:00:44: Kunstkindler.

00:00:45: Top top!

00:00:46: Mit dabei sind auch heute wieder die kritischen Kritikerinnen Lucy Und Yuki sowie der Auskenner-und Fachmann in allen Lebenslagen Professor Doktor

00:00:58: Anton.

00:00:59: Alles klar?

00:01:00: Dann starten wir direkt rein in die lange Geschichte der Albertiner.

00:01:05: Gegründet wurde die Albertina, siebzehnhundertsechsundsiebzig.

00:01:09: Also vor zweihundertfünfzig Jahren von einem Ehepaar namens Marie-Christine und Albert Casimir.

00:01:15: Und zum Glück für die beiden waren deren... Also

00:01:17: wer war denn dieser Albert?

00:01:19: Ähm

00:01:20: ja also vielleicht kann uns der Professor Antworten weiter helfen.

00:01:30: gestorben, war Herzog von Teschen, kaiserliche Generalfeldmarschall, Stadthalter des Königreichs Ungarn und Generalgouverneur der österreichischen Niederlande.

00:01:41: Als bedeutender Kunstsammler war ein Mitbegründer nach ihm benannten Albertina.

00:01:46: Und Marie-Christine?

00:01:47: Maria-Christine Johanna Josefa Antonia, geboren in siebzehn zweiundvierzig gestorben in siebsen acht neunzig war das fünfte Kind der Kaiserin Maria Theresia und des Kaisers Franz dem Ersten Stefan.

00:01:59: Und somit Herr Erzherzogin von Österreich, Herzogin Sachsen Teschen und Generalgouverneurin der österreichischen Niederlande.

00:02:07: als bedeutende Kunstsammlerin war sie Mitbegründerin danach ihrem Ehemann benannten Albertina.

00:02:13: Puh, ihr habt es ja ganz schön eilig heute.

00:02:15: Aber ja alles richtig!

00:02:17: Marie-Christine war die Tochter des Kaiserpaares Albert Casimir der Sohn des Kurfürsten von Sachsen Der auch König von Polen war.

00:02:25: Die Eltern von beiden waren also ziemlich wichtige und einflussreiche Leute damals Und meistens mussten die Kinder von so wichtigen und einfußreichen Menschen Andere ebenso wichtige Kinder Von ebenso einfuessreichen Menschen heiraten Könige gräfinnen Herrscherinnen usw.

00:02:41: In den allermeisten Fällen durften sie nicht mal selbst aussuchen, wen sie zur Frau oder Mann bekommen sollten.

00:02:47: Das machten sich die jeweiligen Eltern aus.

00:02:50: Zum Glück für Marie-Christine war sie aber die absolute Lieblingstochter ihrer Mutter der Kaiserin.

00:02:56: Schlussendlich dürfte sie nicht nur ihren Albert heiraten – die beiden kannten sich schon eine Weile – sondern auch mehr oder weniger tun und lassen was sie wollten.

00:03:04: Und weil sie sich beide sehr viel Kunstmalerei und Zeichnung interessierten haben sie irgendwann damit begonnen, Grafiken also Kunst auf Papier zu sammeln.

00:03:15: Und weil wir natürlich wissen wollen warum Sie gerade Kunst gesammelt haben fragen wir gleich Christoph Metzger.

00:03:20: er ist Kurator an der Albertina und kennt sich ziemlich gut mit der Geschichte des Museums aus.

00:03:26: solche bedeutenden und auch sehr reichen Familien in der damaligen Zeit die haben sehr viele Dinge Also die haben ja nicht nur regiert, die hatten so ihre Landschlöße.

00:03:39: Die sind auf den Jagd gegangen zum Beispiel und sie haben auch gesammelt.

00:03:45: das macht man schon seit langer Zeit in solchen Familien dass man so seine Macht sein Geld sein Wissen beispielsweise auch durch solche Sammlungen zeigt.

00:03:58: okay verstehe Wie kam es jetzt zu dem eher speziellen Interesse an Kunst auf Papier?

00:04:05: Marie-Christine war eines von vielen Kindern, von Maria Theresia und Franz Stefan.

00:04:11: Dem Kaiser.

00:04:13: Marie-Christian ist für die Sammlung auch insofern ganz wichtig weil sie bei ihrer Erziehung natürlich auch Zeichnen malen gelernt hat und sie hatte ein ganz besonderes Interesse für Grafik entwickelt, für Arbeiten auf Papier.

00:04:31: Sie war es auch die Ihren Ehemann Albert für die feinen Künste begeistern konnte – dann haben sie gemeinsam begonnen zu sammeln!

00:04:39: Zuerst eher gemächlich Stück für Stück und später dann richtig intensiv mit einem System- und klarer Zielsetzung wie ihre Sammlung am Ende aussehen sollte.

00:04:48: Dazu hatten sie auch extra Experten angeheuert, die für Sie in ganz Europa Kunstwerke suchten, aufspürten und schließlich ankauften.

00:04:56: Das Besondere jetzt bei Albert und Marie-Christine war vielleicht... ...die haben wirklich selber gesammelt!

00:05:02: Die haben sich da sehr dafür begeistert.

00:05:04: Sie hatten auch einen ganz großen Sachverstand.

00:05:06: das ist ja auch wichtig.

00:05:08: man kann noch so viel Geld haben.

00:05:10: wenn man ein bisschen doof ist bringt das alles nichts Kohlemäusekröten.

00:05:15: Woher hatten die denn das nötige Kleingeld für so eine Sammlung?

00:05:20: Ich denke, dass ist der springende Punkt oder?

00:05:22: Für so eine atemberaubende Sammlungen braucht man ja auch ein bisschen was am Sparbuch.

00:05:27: Zumindest hilft es wenn deine Eltern Kaiser und Königin sind.

00:05:30: Da haben sie geheiratet und Sie haben bei dieser Heirat sehr viel Geld bekommen unglaublich reich für da auch schon für damalige Verhältnisse und konnten sich eigentlich alles leisten, was sie wollten.

00:05:47: Nicht schlecht Frau Spöcht!

00:05:49: Zu ihren Lebzeiten haben Marie-Christine und Albert mehr als eine Million zweihundertsechzigtausend neunhundertzweiundneinzig Gulden und neun Kreuzer für die Sammlung ausgegeben.

00:06:00: Umgerechnet auf das man mit diesem Wert heute alles kaufen könnte werden das über dreißig Millionen Euro.

00:06:07: Dreißig millionen Euro?

00:06:09: Für dreißig Millionen Euro könnte man circa dreiundzwanzig Millionen Tafeln Schokolade kaufen.

00:06:15: Das entspricht in etwa vierneinzig voll beladenen Lachskraftwegen.

00:06:19: Ein erwachsener Mensch würde dreiundsechzigtausend siebenhundertvierzehn Jahre benötigen, um all diese Schokolad aufzuessen.

00:06:27: Hui!

00:06:27: Hoffentlich nicht... Aber trotzdem die beiden Kunstliebhabern haben ganz schön viel Geld in die Hand genommen um diese Sammlung aufzubauen.

00:06:35: Und wer zahlt heute für die Kunst?

00:06:37: Wem gehört sie denn eigentlich?

00:06:39: Albert und Marie-Christine haben dafür gesorgt, dass das immer zusammenbleiben muss und nicht verkauft werden darf.

00:06:48: So war es dann bis nach dem Ersten Weltkrieg der Ende den Nr.

00:06:53: Und in den letzten Jahren wurde diese Familienstiftung dann vom Staat übernommen von der Republik Österreich und seitdem ist es eine staatliche Sammlung gehört also sozusagen jeden, der hier lebt.

00:07:06: Genau!

00:07:07: Die beiden haben in ihrem Testament festgehalten dass die Sammlungen nach ihrem Tod bestehen bleiben muss Und nachdem die Monarchie, also das Kaiserreich, nach dem Ersten Weltkrieg abgeschafft und von der Republik Österreicher setzt wurde ging auch der allermeiste Besitz der Kaiserfamilie in den Staat über.

00:07:24: Der Staat setzte sich ja aus seinen Bewohnern und Bewohnerinnen zusammen, die auch ein Mitspracherecht haben und wählen können – wer sie in der Regierung vertritt!

00:07:33: So gesehen gehört nun auch der berühmte Dürerhase zu einem kleinen Teil jeder Österreicherin und jedem Österreicher.

00:07:42: Was?

00:07:42: Wie

00:07:43: bitte?!

00:07:43: Hab ich gerade Hase gesagt?

00:07:45: Yes, ganz genau habe ich.

00:07:47: Auch dieser mega berühmte Feldhase vor fünfhundertzwanzig Jahren gezeichnet von Albrecht Dürer ist Teil der Sammlung und heute das Aushängeschild de Albertina.

00:07:57: Dabei war das gar nicht immer so oder?

00:08:00: Das mit dem Hasen, dass es so eine Sache also entstanden ist und in den Jahren danach waren unglaublich büren.

00:08:08: Und damals war der Hase ein Weltstar.

00:08:12: was hat das bedeutet?

00:08:13: Eigentlich wollte ihn jeder haben, aber es gab ihm ja nur einmal.

00:08:17: Deswegen hat man beispielsweise Kopien von ihm gemacht.

00:08:20: Sehr viele sind da bekannt so dass jeder andere große Sammler auch einen Dürrerhasen hatte.

00:08:28: Den einzigen richtigen echten Hasen hatte er aber nur einer nämlich der Kaiser Rudolf in Prag.

00:08:34: Der hatte eine bedeutende Kunstsammlung die im Laufe der folgenden Jahrhunderte allerdings ein bisschen aus dem Blickwinkel gerutscht war.

00:08:41: Die von Kaiser Rudolf gesammelten Zeichnungen sind dann erst viel später in der Hofbibliothek in Wien wieder aufgetaucht.

00:08:48: Der gewiefte Albert, unser Albert hat, ein Teil dieser Sammlung dann einfach eingetauscht gegen ein paar Grafiken und Blätter aus seiner eigenen.

00:08:58: Dann im Lauf der nächsten Jahre und Jahrhunderte ist diese Sammlung völlig in Vergessenheit geraten.

00:09:04: Und als dann siebzehnhundertsechsundneunzigthease in die Albetina kommt... Da wusste kein Mensch mehr davon.

00:09:11: Und das ist jetzt ganz lustig, noch fast hundert Jahre lang war gar nicht so klar wer jetzt eigentlich den Echten hat weil es so viele Kopien davon gab und das hat dann ziemlich lange gedauert bis ins Jahr eighteenhundertsechsund siebzig wo man dann wirklich sich darauf festgelegt hat.

00:09:32: ja es gibt nur einen Dürrehasen den in Wien in der Albertina.

00:09:37: So richtig überprüfen, welcher Hase jetzt originale ist, konnte man nämlich erst mit der Erfindung der Fotografie.

00:09:44: Vorher war es einfach unmöglich zwei Bilder an zwei verschiedenen Orten miteinander zu vergleichen.

00:09:50: Erst als es detaillierte Fotoaufnahmen des Albertiner Hasen gab waren sich alle einig – das ist er!

00:09:57: Ok ok, Hase hin oder her.

00:10:00: aber warum sammelt der Mensch denn eigentlich?

00:10:02: Gibt es da einen speziellen Grund dafür, warum wir schöne besondere oder seltene Dinge so gerne aufbewahren?

00:10:09: Das ist

00:10:10: einerseits vielleicht so das Interesse an schönen Dingen.

00:10:15: An seltenen Dingen, an kostbaren Dingen und an Dingen aus fremden Ländern.

00:10:21: An Dingen die andere gemacht haben, Künstlerinnen und Künstlern, die besonderen Fähigkeiten haben.

00:10:30: Ja klar!

00:10:31: Aber wir sammeln ja nicht nur feine, erlesene und wertvolle Objekte.

00:10:36: Manche von uns bringen ja zum Beispiel säckeweise Muscheln und Steine aus dem Urlaub mit oder lesen bei jedem Waldspaziergang speziell geformte Stöcke auf.

00:10:45: Haben Marie-Christine und Albert auch weniger bekannte Kunstwerke gesammelt?

00:10:50: Wie Albert und Marie-Christian vorgegangen sind ist eigentlich gar nicht so anders wie man es heute machen würde.

00:11:00: Jemand macht den Briefmarken sammelt oder der Panini-Bildchen zur Fußballweltmeisterschaft sammlt.

00:11:08: Wichtig ist, dass es vollständig ist, das man auch die seltene Stücke hat, die nicht jeder hat.

00:11:17: Das macht so eine Sammlung natürlich besonders.

00:11:20: Also wenn man jetzt so den Pokémon hat, den es auf der ganzen Welt vielleicht nur zwanzig Mal gibt, das ist dann schon was Besonderes.

00:11:27: aber man will natürlich alle anderen haben die es ganz häufig gibt und je vollständiger man da ist, desto bedeutender ist natürlich die Sammlung.

00:11:41: Wie viele Kunstwerke gibt es denn

00:11:45: in der Albertina?

00:11:49: Was daran liegt, dass noch nicht alles in einer Datenbank fast ist wie man das heutzutage macht.

00:11:57: Es ist zwar alles irgendwo verzeichnet, aber man müsste da jetzt wirklich mit viel Kopfrechnen das zusammen zählen.

00:12:05: Aber so ungefähr... ...½ Millionen Objekte!

00:12:09: Soviel dürften es etwas sein?

00:12:11: Geht der auch ab und zu was verloren?

00:12:14: Ob in so einer Sammlung mal etwas verloren geht, das ist natürlich eine ganz gefährliche Frage.

00:12:18: Es soll natürlich nichts verloren gehen und ich weiß auch von keinem Fall wo etwas verloren gegangen ist.

00:12:27: Das einzige Problem, das wirklich passieren kann ist man schaut etwas an.

00:12:35: Es ist ja der größte Teil des Sammlungs immer in Depots weil diese Arbeiten ja sehr empfindlich sind.

00:12:41: Man schaut etwas und wenn es dann zurück geräumt wird Dann kann es natürlich passieren dass sie in einem ganz kurzen Moment jemand nicht richtig aufpasst Und jetzt kommt die falsche Stelle.

00:12:54: Ganz ehrlich Ist es nicht irgendwann mal genug gesammelt?

00:12:58: Ja, genau.

00:12:59: Wird denn heute noch immer gesammlt?

00:13:01: Maler wie Albrecht Dürer leben ja seit einem halben Jahrtausend nicht mehr... Die können ja keine neuen Bilder mehr malen!

00:13:08: Ist das Sammeln dieser alten Meistern nicht schon längst erledigt?

00:13:13: Was natürlich nicht abgeschlossen ist, dass die Kunst unserer Zeit, die moderne Kunst, die zeitgenössische Kunst da kommt ja immer wieder neue Kunst nach Und das war schon bei der Gründung, die Absicht hier immer ab-to-date zu sein.

00:13:30: Damals hieß es das metremodernen Französisch modernen Meister.

00:13:36: Das hatten Albert und Marie-Christine schon auf dem Schirm, dass sie das wirklich in der Sammlung haben und da immer top aktuell sind.

00:13:43: Und das hat man natürlich bis heute fortgeführt – und das machen wir heute auch!

00:13:48: Was wird denn hundert Jahre angesammelt?

00:13:50: Gibt es da überhaupt noch Papier?

00:13:52: So die Grundlinie der Albertiner, die wird glaub ich immer Bestand haben.

00:13:56: Kunst auf Papier was ja der Ausgangspunkt der Sammlung war, der auch bis heute weiter gesammelt wurde und das wird auch in Zukunft gesammlt Das würde sich sicher etwas ändern.

00:14:08: Früher war Papier sehr kostbar Heute ist es ein Wegwarfprodukt Und ich glaube da wollte es auch neue Entwicklungen geben Vielleicht auch neue Techniken von denen wir noch gar nichts wissen.

00:14:20: Also ich glaube, das ist immer so in Bewegung.

00:14:23: So eine Sammlung muss sich auch

00:14:25: sein.".

00:14:26: Ja klar!

00:14:27: Albert und Marie-Christine wussten ja vor zweihundertfünfzig Jahren noch gar nicht welche Techniken, Formate oder Möglichkeiten, dass Jahr zweitausendsechsundzwanzig bringen wird.

00:14:36: Allein die Fotografie wurde erst nach ihnen erfunden – heute gibt es eine eigene Photosammlung in der Albertina.

00:14:44: Wichtig für ein Museum oder eine lebendige Sammlung ist also nicht nur Vergangenes zu archivieren, sondern auch Gegenwertiges was gerade im Hier und Jetzt passiert und an Kunst produziert wird.

00:14:56: Zu dokumentieren sicherzustellen und aufzubewahren.

00:15:00: An der Albertina kann man gut sehen welche Strahlkraft eine solche Sammlungen ein solches Archiv entwickeln kann.

00:15:07: Was als Projekt eines einzelnen Ehepaars begonnen hat wird heute laut Lexikon wie beschrieben Anton?

00:15:13: Die Albertina ist ein Museum in der österreichischen Bundeshauptstadt Wien.

00:15:17: Sie besteht seit zweihundertfünfzig Jahren, gilt als einer der bedeutendsten grafischen Sammlungen der Welt und verzeichnet jährlich über eins Komma drei Millionen Besucher und Besucherinnen.

00:15:28: die einzige Frage die wir immer noch nicht geklärt haben ist warum diese tolle sammlung jetzt eigentlich Albertina heißt?

00:15:35: Und nicht zum Beispiel Marie-Christine.

00:15:38: war es nicht sie die ihren Garten erst mit der Kunst vertraut gemacht hat?

00:15:42: Und war es nicht großteils das Geld ihrer Familie, dass für die Ankäufe verwendet wurde?

00:15:47: Am

00:15:47: Ende wurde es dann nach ihm benannt.

00:15:49: Nach Albert von Sachsen.

00:15:51: Das liegt wahrscheinlich vor allen Dingen daran, dass sie recht früh gestorben ist.

00:15:57: Sie stirbt in den letzten Jahren.

00:16:04: Und so kam's natürlich, dass die Sammlung zunächst... so die albertinische Sammlung oder das albertinische Kabinet geheißen hat und da hat sich dann langsam der Name Albertina draus entwickelt.

00:16:18: Naja, okay ich finde er auch.

00:16:20: Marie-Christine hätte ein nach ihr benanntes Museum verdient.

00:16:24: aber wie auch immer jedenfalls ist die Albertina heute eines der bestbesuchten Museen des Landes und erfreut sich auch international eines hervorragenden Rufes als Sammlungen und Forschungsinstitution.

00:16:36: Ich hoffe, ihr schaut selbst bald mal vorbei und macht euch ein Bild davon was aus der Kunstleidenschaft Marie-Christine und Albert im Laufe der Zeit so geworden ist.

00:16:46: Herzlichen Dank an Christoph Metzger für die historischen Feinheiten!

00:16:50: Und natürlich an die famosen Kunstkinder Yuki Lucy und Anton für die frechen Fragen.

00:16:55: Euch vielen dank fürs zuhören.

00:16:57: bis zum nächsten Mal euer Matthias Beer.

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